Zwischen Leubengrund und Hummelshain
Ausgangsort ist das Waldhotel Linzmühle im Leubengrund. Der Name „Leube“ bedeutet zusammenhängende Laubwaldbestände. So wurde früher der Thüringer Wald als Leube oder Loibe bezeichnet. ►►► Wir wandern...
Ausgangsort ist das Waldhotel Linzmühle im Leubengrund. Der Name „Leube“ bedeutet zusammenhängende Laubwaldbestände. So wurde früher der Thüringer Wald als Leube oder Loibe bezeichnet.
►►► Wir wandern wenig talwärts, vorüber an einem größeren Teich und an der Trompetermühle. Eine Sage berichtet: In der Mühle soll einmal ein Thüringer Landgraf vor seinen Verfolgern Zuflucht gefunden haben. Der junge Müller wachte die ganze Nacht, damit dem Landesher-ren auch ja nichts passiere. Als die Feinde verschwunden waren, unterhielt er den Landgrafen mit seiner Trompete. Aus Dankbarkeit versprach dieser dem Müller so viel Land, wie weit der Klang seiner Trompete zu hören sei. Der Müller war aber auch klug. So stieg er auf einen Berg und ließ eine Trompete weit hinaus ins Land schallen. Seither trägt die Mühle den seltsamen Namen.
►►► Wir wandern bachabwärts und benutzen dann den links beginnenden breiten Forstweg, der ansteigend nach Schmölln führt. Schmölln ist ein Ortsteil von Hummelshain. Der kleine Ort liegt etwa 300 m ü. NN in einem ausgedehnten Waldgebiet. Das Umland gehört zur Saale-Elster-Sandsteinplatte (Buntsandstein). Früher wurde auf den Flächen der Umgebung Ackerbau und Futterwirtschaft betrieben. Heute dienen sie überwiegend als Weiden und Wiesen.
►►► Schmölln ist ein alter Ort. Im Jahr 1194 wird er als „Zmulne“ erstmalig erwähnt (1365 Smollin, 1357 Smoln, alter Gedenkstein). Der Name ist sorbischen Ursprungs und wird von smola = Pech und Smolina = Pechofen abgeleitet. Die Kirche des Dorfes (links) stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die kleine Glocke soll von der Würzbachkirche stammen.
►►► Der letzte Anstieg führt bis zur Straße Hummelshain – Kahla. Hier haben wir den gesamten Anstieg von etwa 1,4 km geschafft. Es ist der einzige Anstieg der Wanderung. Von der Straße aus benutzen wir sofort links den Wanderweg zum Schloss Hummelshain. Zwischen 1880 und 1885 ließ Ernst I. von Sachsen – Altenburg das Neue Jagdschloss Hummelshain im Neorenaissancestil errichten. Der 48 m hohe Turm ist weithin sichtbar. Von 1947 bis 1992 diente es als Kinderheim und Jugendwerkhof. Man kann die Anlage in der Regel nur von außen besichtigen. Nach der Wende gab es einen bis heute nicht beigelegten Dauerstreit um das Schloss und dessen Sanierung.
►►► In der Nähe des Schlosses stoßen wir auf einen weiteren Wanderweg, der zunächst am Waldrand entlang führt. Dann geht es in zahlreichen Windungen hinab in den Leubengrund, wo wir im Tal mit vielen Teichen abwärts wandern. Der Leubengrund ist ein idyllisches, von Fichten- und Buchenwäldern gesäumtes Feuchtbiotop. Charakteristisch sind die zahlreichen Teiche. Nach etwa 2,5 km kommen wir wieder an die Linzmühle.










Da der Parkplatz am Hotel Linzmühle nur für Hausgäste reserviert ist, empfiehlt es sich, als Ausgangs- und Endpunkt der Wanderung den Wanderparkplatz am Chauseehaus (Richtung Jagdanlage Rieseneck) zu nutzen.
Dieter Kögler, Wanderungen der Volkssolidarität Oberland e.V.
Ja
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Man erreicht den Leubengrund von Neustadt/Orla in Richtung Kahla über Lichtenau – Hummelshain – Kleineutersdorf, hier rechts abbiegen.
Waldhotel Linzmühle im Leubengrund
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