Königinnen Runde
Schwierigkeitsgrad: T2
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Brautschau der Königinnen
Für eine Brautschau putzen sich Königinnen ganz besonders heraus: Sie tragen ihr schönstes Kleid und erstrahlen in königlichem Glanz. Auch entlang des Weges von der Aualm über...
Für eine Brautschau putzen sich Königinnen ganz besonders heraus: Sie tragen ihr schönstes Kleid und erstrahlen in königlichem Glanz. Auch entlang des Weges von der Aualm über die Sulzkaralm und Hofpürglhütte bis zu den Hofalmen gibt es wahre Königinnen zu entdecken – die faszinierende Welt der Orchideen.
Doch diese Königinnen machen sich rar. Wer ihre prachtvollen Blüten entdecken möchte, muss achtsam, vorsichtig und mit offenen Augen durch die Natur wandern. Nur zu bestimmten Zeiten zeigen sie ihre schönsten Farben und entfalten ihre ganze Pracht. Zu anderen Zeiten ziehen sie sich in ihre „Kemenaten“ zurück und warten geduldig auf den nächsten großen Auftritt.
Beschützt werden sie von der imposanten Bischofsmütze. Die sonnigen Südhänge, die geschützte Lage am Fuße des Berges sowie die Vielfalt aus Schiefer- und Kalkgestein schaffen ideale Bedingungen für eine außergewöhnliche Blumenvielfalt. Oberhalb der Vegetationsgrenze zeigen die Naturkräfte ihre ungebändigte Energie: Geröll, Wasser und Schmelzwasser fließen ins Tal, verlieren an Kraft und schenken den grünen Almen die Lebensgrundlage für eine einzigartige Pflanzenwelt.
Begeben Sie sich auf „Brautschau“ und entdecken Sie unsere Königinnen – die Orchideen in ihrer beeindruckenden Vielfalt, eingebettet in die faszinierende Landschaft rund um die Bischofsmütze.

Zwischen Aualm und Sulzkaralm findet man das Brand-Keuschständel, auch Brand-Knabenkraut genannt. Der Name ist treffend gewählt, denn die oberen, knospenden Blüten wirken wie leicht angebrannt. Außerdem wachsen hier verschiedene Fingerwurz-Arten wie Fuchs-Fingerwurz, Fleisch-Fingerwurz, Breitblatt-Fingerwurz und Mannskraut. Im Volksmund werden diese Orchideen-Arten häufig als Knabenkraut bezeichnet. Sie bevorzugen feuchte bis nasse Magerwiesen, Quellmoore und nasse Gräben. Wo die Böden trockener werden – auf Kalkschutthalden, Magerwiesen und in Föhrenwäldern – entdeckt man unter anderem den Rot-Ständelwurz. Sein 15 bis 17 cm langer Stängel kann bis zu 40 Blüten tragen. Zwischen den trockenen und feuchten Lebensräumen fühlen sich außerdem Mücken- und Duft-Händelwurz wohl. Beide Arten sind leicht zu verwechseln, wobei der Duft-Händelwurz durch seinen besonders süßen Duft auffällt.
Nach einer Rast auf der Sulzkaralm, die für ihre sehr guten, selbstgemachten Kasjaus’n bekannt ist, geht es gut gestärkt weiter. Ein etwa 15-minütiger, etwas steilerer Anstieg führt hinauf zum Austriaweg. Ab hier verläuft die Route auf gleicher Höhe bleibend an der beeindruckenden Bischofsmütze vorbei in Richtung Hofpürglhütte.
Entlang des Abschnitts zwischen Sulzkaralm und Hofpürglhütte warten weitere besondere Orchideen-Schätze. Hier findet man Kohlröschen (Nigritella). Von den 17 verschiedenen Arten kommen in Österreich besonders viele vor. Im Gebiet der Sulzkaralm wachsen unter anderem das seltene Erzherzog-Johann-Kohlröschen, das Steiermark-Kohlröschen, das Österreich-Kohlröschen sowie das weit verbreitete Rhellicanus-Kohlröschen. Der Duft dieser kleinen Blumen erinnert stark an Vanille. Mit einer Größe von nur 5 bis 20 cm sind sie zwischen den vielen anderen Blumen und Gräsern nicht immer leicht zu entdecken – also Augen auf!
Der Austriaweg bietet eindrucksvolle Ausblicke auf die umliegende Bergwelt. Das Gipfelkreuz der Bischofsmütze ist bereits ohne Fernglas sichtbar, ebenso die markante Stelle des großen Felssturzes, die sich deutlich im Gelände erkennen lässt.
Von der Hofpürglhütte geht es über den Wastl-Lackner-Steig wieder bergab zu den Hofalmen. Auch auf diesem Wegabschnitt begleitet Sie die faszinierende Pflanzenwelt der Region. Mit etwas Glück entdecken Sie hier die wohl bekannteste Orchidee unserer Alpen: den Frauenschuh (Cypripedium calceolus). Die „Alpenkönigin“ ist mit 30 bis 60 cm Höhe und einer Blüte von bis zu 5 cm eine beeindruckende Erscheinung. Sie blüht von Mai bis Juli und kann an acht Stellen direkt am Wegesrand entdeckt werden. Ihre außergewöhnliche Blüte dient als Falle für Insekten, die durch eine Pollenschleuse wieder hinausfinden. Der Frauenschuh ist strengstens geschützt.
Alle beschriebenen Blumen gehören zu den Orchideen-Arten und stehen unter strengem Schutz. Bitte bewundern Sie diese einzigartigen Pflanzen nur mit den Augen und pflücken Sie sie nicht. Da die Orchideen direkt am Wegesrand wachsen, bleiben Sie bitte auf den markierten Wanderwegen.
Die beste Zeit für die „Königinnen Runde“ ist von Juni bis August – dann zeigen die Orchideen ihre ganze Vielfalt und verwandeln die Landschaft rund um die Bischofsmütze in ein einzigartiges Naturerlebnis.
Ja
Ein guter Rucksack ist hilfreich und bei Routen im alpinen Gelände gehören Haube, Handschuhe, eine gute Jacke und Hose zur Grundausstattung. Gute, wasserfeste Schuhe, Sonnenbrille, Sonnenschutz und ausreichend Getränke sind wesentlich. Taschenlampe, Kartenmaterial, Messer und eine kleine Erste Hilfe Box gehören ebenfalls dazu.
Verfügbare GPS-Daten sind – wie auch Wanderkarten – nur eine Orientierungshilfe, da diese nie ein genaues Abbild oder den Detailreichtum eines Weges in der Wirklichkeit darstellen können. Gerade bei Gefahrenstellen muss deshalb am Ende immer anhand der Gegebenheiten vor Ort entschieden werden, ob und wie der weitere Wegverlauf aussieht.
Im Notfall bitte folgende Notrufe wählen:
140 - für alpine Notfälle - österreichweit 112 - Euro Notruf GSM NotrufserviceVon Ramsau am Dachstein kommend:
Kreisverkehr - Ausfahrt Richtung Neuberg nehmen - folgen Sie dem Straßenverlauf gerade aus. Gegenüber vom Hotel Happy Filzmoos/Aparthotel Das Filzmoos öffentliche, kostenpflichtige Parkplätze. Kreisverkehr - Ausfahrt Richtung Neuberg nehmen - gleich nach der Tankstelle links abbiegen. Gegenüber der Tankstelle befindet sich ein öffentlicher, kostenpflichtiger Parkplatz. Kreisverkehr - Ausfahrt Richtung Hofalmen nehmen - kostenpflichtige Parkplätze im Gebiet Hammerau oder kurz vor der Mautstelle befindet sich ein Parkplatz (Achtung Weidevieh).Weiter mit dem Bus oder Taxi: Ab Eben im Pongau oder Radstadt fährt der Bus Linie 521 direkt nach Filzmoos Haltestelle Ortsmitte (Fahrzeit ca. 20–30 Minuten). Alternativ stehen Taxis am Bahnhof zur Verfügung.Tipp: Die Busse fahren nicht sehr häufig – prüfen Sie den Fahrplan im Voraus auf www.oebb.at
Mit dem Fidibus Sommer: Ab Hotel Neubergerhof gibt es den Fidibus Sommer (Wanderbus) welcher Sie von Neuberg nach Filzmoos bis Haltestelle "Marcheggsattel" bringt - weiter geht es zu Fuß zur Kirchgasshütte-Aualm (Gehzeit ca. 1 Stunde) . Hier geht´s zum Fahrplan
Mit dem Taxi: Die örtlichen Taxis haben die Berechtigung zur Kirchgasshütte-Aualm zu fahren
Mit dem Almi: Ab Haltestelle "Großberglift" oder "Tourismusinformation Filzmoos" bringt sie der Almi (Traktor mit fahrbarer Almhütte) hinauf zur Kirchgasshütte-Aualm. Nur mit gültiger, online Reservierung
Im Bereich gegenüber Hotel Happy Filzmoos/Aparthotel Filzmoos befinden sich kostenpflichtige, öffentliche Parkplätze (Nähe zur Haltestelle für Almi)
Gegenüber der Tankstelle befindet sich ein öffentlicher, kostenpflichtiger Parkplatz.
Parkplatz Hammerau (vorm Café & Restaurant La Vie) gibt es kostenpflichtige Parkplätze.
Vor der Mautstelle Hofalm kostenlose Parkplätze im Zeitraum von 01.06.-30.09. (Achtung Weidevieh) - ansonsten kostenpflichtig.
T2
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