Bergbauhistorische Wanderung Freiberger Nordrevier
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Bergbauhistorische Wanderung Freiberger Nordrevier

Distanz
10,17 km
Dauer
02:50 h
Aufstieg
182 hm
Seehöhe
271 - 350 m
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Zu sehen sind desweiteren historische Kunstgräben und Erzkanäle sowie Mundlöcher von Wasserlösungsstollen. Neben den zahlreichen Sachzeugen, die zum UNESCO Welterbe Montanregion Erzgebirge gehören, ist...


Beschreibung

Zu sehen sind desweiteren historische Kunstgräben und Erzkanäle sowie Mundlöcher von Wasserlösungsstollen. Neben den zahlreichen Sachzeugen, die zum UNESCO Welterbe Montanregion Erzgebirge gehören, ist die Wanderung auch landschaftlich reizvoll und abwechslungsreich.

Toureninfo

Die Tour führt entlang zahlreicher Grubenstandorte entlang der Mulde zwischen Großschirma und Kleinvoigtsberg. 

Technik
k.A.
Kondition
3 / 6
Landschaft
5 / 6
Erlebnis
4 / 6
Ganzjährig begehbar
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
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10,17 km
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Weginformationen
Wegverlauf

Die Tour startet und endet am „Einigkeiter Kunst- und Treibeschacht“ der Grube „Alte Hoffnung Gottes“. Der Schacht wurde bis ins 20. Jahrhundert betrieben und erreichte eine Teufe von 550 m. Er wurde zunächst mit einer Wasserradanlage betrieben und 1878 mit einer Dampfmaschine ausgestattet, die zuvor an einem der Lichtlöcher des Rothschönberger Stolln eingesetzt wurde.

Dem Steigerweg folgend gelangt man zum Verwaltungsgebäude und zum 1769 erbauten Huthaus der Grube „Alte Hoffnung Gottes“. An der Kreuzung biegt man nach links auf die Straße „Am Silberberg“ und folgt dieser bis zur Einmündung in die Straße „An der Hohle“, der man nach rechts bis zum Abzweig des Weges „An der Wäsche“ folgt. Vor der Querung der Mulde sieht man links die Erzwäsche der Grube „Alte Hoffnung Gottes“, auf deren Gelände sich auf das Mundloch der Aufschlagrösche befindet, die die Wasserräder im Schacht mit Wasser versorgte.

Nach der Muldenquerung dem Verlauf der Mulde nach rechts folgen. Das letzte der drei Häuser ist das frühere Huthaus der Grube „Berg Zion Erbstolln“. Auf der gegenüberliegenden Muldenseite kann man den Verlauf des Erzkanals der Grube „Alte Hoffnung Gottes“ erkennen, der ursprünglich als Erzkanal für Kahnbefahrungen ausgelegt war.

Im weiteren Wegverlauf, der teilweise über Felsbrocken direkt am Ufer der Mulde führt (leichte Kraxelei) gelangt man zum Mundloch des „Tiefen Jacob Erbstolln“, der einst die Grube „Gottvertrauter Daniel“ bei Hohentanne entwässerte. Man folgt weiter dem Verlauf der Mulde bis Hohentanne und durchquert den Ort auf dem Muldenweg und der Lindenstraße. An der Feuerwehr Hohentanne nach rechts abbiegen und dem Weg über den Kohlberg geradeaus folgen.

Zurück im Muldental gelangt man rechts hinter dem kleinen Wäldchen zum Mundloch des „Freiberger und Dresdner Gesellschaft Stolln“. Oberhalb des Mundlochs kann man noch den Verlauf des hier abgebauten Erzgangs erahnen. Weiter nach Süden in Richtung Großschirma ist auf der Wiese an der Mulde das Mundloch des Anna-Stolln zu sehen, dem wichtigsten Entwässerungsstolln des Halsbrücker Bergbaus. Der Muldenstraße bis zur Muldenbrücke der Hauptstraße folgend, passiert man die auf der anderen Muldenseite liegende ehemalige Pappenfabrik, deren Gebäude einst zum Betrieb der Grube „Churprinz Friedrich August“ gehörten.

Nach der Muldenquerung quert man einen Teil des früheren Churprinzer Erzkanals, über den früher der Erztransport auf Kähnen bis zur Hütte in Halsbrücke erfolgte. Danach biegt man von der Hauptstraße nach rechts auf den Wiesenweg ab und folgt dessen Verlauf. Auf dem eingezäunten Gelände auf der rechten Seite kann man viele Gebäude der ehemaligen Grube „Churprinz Friedrich August“ entdecken, bspw. das Huthaus und Schachtgebäude.

Dem Weg geradeaus folgend gelangt man zurück ins Muldental zum Huthaus des „Treue Sachsen Stolln“, der hier in einiger Tiefe unter dem Niveau der Mulde verläuft und früher die Grube Churprinz sowie weitere Gruben entlang der Mulde im Nordrevier entwässerte. Das Mundloch des „Treue Sachsen Stollns“ befindet sich mehrere Kilometer nördlich bei Obergruna.

Man folgt nun der Straße zwischen der Mulde und dem Christbescherunger Erzkanal bis zum Christbescherunger Kahnhebehaus und der nachfolgenden Erzwäsche der Grube Christbescherung. Das Kahnhebehaus diente dem Anheben der Erzkähne vom Niveau der Mulde auf das des Erzkanals. Die Funktionsweise war die gleiche, wie beim wesentlich bekannteren Halsbrücker Kahnhebehaus. Das Gebäude der Erzwäsche war gleichzeitig Huthaus der bedeutenden Grube „Christbescherung“. Hinter dem verfallenden Gebäude befindet sich noch das Mundloch der Aufschlagrösche der Grube, die auch für den Erztransport zur Wäsche genutzt wurde.

Auf der Lindenstraße folgt man weiter dem Verlauf der Mulde und biegt vor der Brücke nach links auf den den Hang hinaufführenden Feldweg ab. Über diesen gelangt man zurück nach Kleinvoigtsberg und zum Ausgangspunkt der Tour.

Geologische Highlights

Ja

Sicherheitshinweise

Weg bei Hochwasser nicht begehbar. Es geht teilweise über Geröllblöcke direkt am Ufer der Mulde (leichte Kraxelei). Ansonsten gut begehbare Wege.

Anreiseinformationen
Öffentliche Verkehrsmittel

Start und Ziel befinden sich an der Bushaltestelle und -wendeschleife in Kleinvoigtsberg

Parken

Parken am Straßenrand möglich

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