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Pilgerrundweg zwischen Rabenau und Dippoldiswalde
mittel
Pilgerweg
40,46 km
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Pilgerrundweg zwischen Rabenau und Dippoldiswalde

Distanz
40,46 km
Dauer
10:25 h
Aufstieg
526 hm
Seehöhe
271 - 460 m
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Pilgerrundweg zwischen Rabenau und Dippoldiswalde
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Pilgerweg
40,46 km

Dieser Rundweg führt Sie durch reizvolle Landschaft mit herrlichen Aussichten, Wäldern, vorbei an Wiesen, Feldern und entlang der Sühnekreuze, Ruinen, Betsäulen, Kirchen, Wegmale und Denkmäler am Fuße...

Beschreibung

Dieser Rundweg führt Sie durch reizvolle Landschaft mit herrlichen Aussichten, Wäldern, vorbei an Wiesen, Feldern und entlang der Sühnekreuze, Ruinen, Betsäulen, Kirchen, Wegmale und Denkmäler am Fuße des Osterzgebirges. Jedes für sich hat seine Geschichte und seine Geschichten zu erzählen, die wiederum mit unserer Lebensgeschichte und der unserer Region verbunden sind. Vor allem aber sollen geistliche und spirituelle Impulse, unser "Gedankenfutter", Sie zum Nachdenken für unterwegs anregen. Damit möchten wir Sie und etwas in Ihnen in Bewegung bringen.Der Rundweg schließt die Orte Rabenau, Oelsa, Seifersdorf und Dippoldiswalde ein und ist auch aufgrund der teils guten Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel (Bus-RVSOE und Weißeritztalbahn) auch bequem in Etappen begehbar bzw. an jedem Ort entlang der Route kann gestartet werden. 

Wegverlauf
Rabenau
(315 m)
Stadt
0,0 km
Götzenbüschchen
(361 m)
Gipfel
2,2 km
Seifersdorf
(375 m)
Dorf
5,6 km
St. Marien und Laurentius
(359 m)
Andachtsstätte
16,0 km
St. Nicolai
(351 m)
Andachtsstätte
16,7 km
Einsiedlerstein
(360 m)
Gipfel
31,3 km
Kirche Oelsa
(314 m)
Andachtsstätte
34,5 km
Wegverlauf
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Pilgerrundweg zwischen Rabenau und Dippoldiswalde
mittel
Pilgerweg
40,46 km
Rabenau
(315 m)
Stadt
0,0 km
Götzenbüschchen
(361 m)
Gipfel
2,2 km
Alte Weggabelung
(364 m)
Gipfel
3,0 km
Neuoelsa
(363 m)
Siedlung
3,2 km
Seifersdorf
(375 m)
Dorf
5,6 km
Paulsdorf
(344 m)
Stadtteil
8,1 km
Malter
(335 m)
Bahnhof
10,1 km
Bella Vista
(335 m)
Restaurant
10,3 km
Malter
(340 m)
Dorf
10,5 km
St. Konrad v. Parzham
(362 m)
Andachtsstätte
14,8 km
St. Marien und Laurentius
(359 m)
Andachtsstätte
16,0 km
Jesus Gemeinde
(361 m)
Andachtsstätte
16,2 km
Dippoldiswalde
(341 m)
Stadt
16,3 km
St. Nicolai
(351 m)
Andachtsstätte
16,7 km
Elend
(436 m)
Dorf
18,7 km
Reinholdshain
(386 m)
Dorf
23,4 km
Bauernschänke
(394 m)
Restaurant
23,4 km
Oberhäslich
(390 m)
Dorf
26,2 km
Einsiedlerstein
(360 m)
Gipfel
31,3 km
Kirche Oelsa
(314 m)
Andachtsstätte
34,5 km
Oelsa
(305 m)
Dorf
34,5 km
Hotel Rabennest
(334 m)
Restaurant
38,0 km
König Albert Höhe
(354 m)
Restaurant
39,2 km
Rabenauer Höhe
(349 m)
Aussichtspunkt
39,4 km
Rabenau
(315 m)
Stadt
40,4 km
Toureninfo

Pilgern – da ist der Weg das Ziel. Ich gehe übers Land und mache mir Gedanken über Gott und die Welt. Ich stoße auf Spuren der Vergangenheit, verweile in der Gegenwart und lasse mich in die Zukunft leiten.

Technik
k.A.
Kondition
4 / 6
Landschaft
5 / 6
Erlebnis
4 / 6
Ganzjährig begehbar
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
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Pilgerrundweg zwischen Rabenau und Dippoldiswalde
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Pilgerweg
40,46 km
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Weginformationen
Wegverlauf

Start ist an der 1) Kirche St. Egidien Rabenau (Parkplatz hinter dem Rathaus-gegen Gebühr). Um 1230 stand hier eine Kapelle. Sie war dem Heiligen Ägidius gewidmet.Seit 1539 gehören Kirche und Gemeinde der Evangelisch-Lutherischen Kirche Sachsens an. Der Name ist seitdem St. Egidien Kirche. Vor der Kirche steh eine Holzskulptur des Rabenauer Bildhauers Olaf Klepzig. Ägidius kam aus einer reichen Kaufmannsfamilie in Griechenland. In Südfrankreich lebte er dann als Mönch. Er gründete und leitete dort ein Kloster. In Europa war er ein beliebter Heiliger. Bei Krankheiten und Unwetter wurde zu ihm gebetet. Es wird erzählt, dass ihn in der Einsamkeit und Wildnis eine Hirschkuh mit ihrer Milch nährte. Sie half ihm zu überleben.

Zum Nachdenken für unterwegs: Christus spricht: „Ich bin das Brot des Lebens.“ (Johannes Evangelium Kap. 6 Vers 48) Was nährt meine Seele und sättigt meinen Lebenshunger? - Und was gebe ich, um den Hunger anderer zu stillen?

weiterer Wegeverlauf: Am Pfarramt vorbei und links auf der Lindenstraße bergab laufen bis Abzweig Lübau, gerade aus zur Oelsaer Straße und nach ca. 200 m rechts auf den Fußweg bergan laufen, am Wegende rechts auf die Dippoldiswalder Straße einbiegen und dieser bis zum Übergang als Fuß- und Fahrradweg und immer gerade aus bergan folgen vorbei am Götzenbusch (Flächennaturdenkmal), nach Erreichen der Seifersdorfer Straße rechts an der alten Sandsteinwegsäule abbiegen und dieser bergab bis zum Hinweisschild Martersäule folgen.

2) Betsäule (Martersäule) Seifersdorfer Straße

Diese Sandstein-Säule ist vermutlich aus dem 15. Jh. Das Bild zeigt Maria mit dem Jesuskind. In älteren Beschreibungen wird ein Kruzifix in der vergitterten Nische erwähnt. Es wurde 1917 gestohlen, 1930 in geschmiedeter Form erneuert und aktuell im Deutschen Stuhlbaumuseum Rabenau sichergestellt. Am Anfang des 20. Jahrhunderts waren zwei Tafeln unter der Nische angebracht mit den Worten: Gelobt sei Jesus Christus!

Zum Nachdenken für unterwegs: Inne halten und auf das schauen, was andere für mich tun. Als Mensch bin ich ein Mensch unter anderen. Ich kann nicht ohne die anderen. Und die anderen auch nicht ohne mich. Jesus lebte Gottes menschliche Seite. Er zeigte, wie es geht menschenfreundlich zu sein. Gottes Segen für Ihren weiteren Weg! 

Achtung! Diese kann man nur bei abgeerntetem Feld oder im Winter besichtigen.
weiterer Wegeverlauf: Es geht ca. 50 m zurück und rechts in die in einen Feldweg endende Straße; am Waldrand entlang und nach einer leichten Rechtskurve erreicht man eine Sternkreuzung, da dem Wanderschild Ortskern Seifersdorf auf dem Müllers Torweg folgen zur

3) Kirche Seifersdorf

Die Kirche wird erstmalig 1312 urkundlich erwähnt. Bemerkenswert sind an den Kirchenschiffwänden spätgotische Fresken aus dem 14. und 15. Jh. Eine Freske nebender Kanzel zeigt Jesus am Kreuz. Auf der ersten Empore ist die stillende Maria zu sehen. Der Taufstein ist mit romanischen Ornamenten verziert. Der Flügelaltar wurde im Jahre 1518 gefertigt u.a. vom Dippoldiswalder Maler und Bildschnitzer Mol-Jurge. Den Mittelpunkt bildet die Figur des St. Nikolaus. Daneben finden wir den Evangelisten Johannes und den Apostel Jakobus. Auf den Flügeln sind Szenen zu Jesu Geburt oder zum Tod von Heiligen und Märtyrern zu sehen.

Zum Nachdenken für unterwegs: Geburt und Tod sind Themen, die uns in Kirchen immer wieder begegnen. Ankommen in dieser Welt und sich Verabschieden von diesem Leben. Christen sagen, dass in Jesus Christus Gott Mensch geworden ist. Der Tod von Jesus bedeutete aber nicht, dass Gott nun tot ist. Christen glauben daran, dass das Leben stärker ist als jeglicher Tod und alles, was uns tot machen kann und will. Sie sprechen vom Auf-(er-) stehen.- Wozu bin ich in diese Welt gekommen? Was wünsche ich mir für meinen Abschied aus diesem Leben?

weiterer Wegeverlauf: Nach Besichtigung der Kirche zurück zur Bergstraße und schräg gegenüber der Feuerwehrauf den Kirchweg einbiegen, diesen bis Paulsdorf laufen vorbei an Seifen, an der T-Kreuzung (nicht Abzweig Gärtnerei) steht an der Thomas-Müntzer-Straße rechts der Bildstock:

 4) Bildstock mit vier Bildreliefs (Paulsdorf)

Die Sandsteinsäule zeigt den gekreuzigten Christus mit seiner Mutter Maria und dem Lieblingsjünger Johannes. Christus betet auf dem Ölberg. Christus trägt sein Kreuz und drei Personen (evt. der gekreuzigte Christus mit zwei Mitgekreuzigten).

Zum Nachdenken für unterwegs: Immer wieder wird in der Kirchenkunst der Weg zum grausamen Tod am Kreuz gezeigt. Im Römischen Reich war die Kreuzigung die Todesstrafe für politische Gegner und Kriminelle. Das Kreuz wurde später zum Symbol des christlichen Glaubens. Es steht für die Last und das Leid dieser Welt, aber auch für die Freiheit und den Glauben an eine heile Welt. – Das eigene Kreuz tragen. Christus wird dazu aufgefordert. Welche Last ruht auf meinen Schultern? Was trage ich mit mir herum?

weiterer Wegeverlauf: Nach links führt der Weg bis zur Kreuzung und am Ende des Brückengeländers am Zaun auf der anderen Straßenseite der Talsperrenstraße steht

5) der Bildstock Paulsdorf

Die Sandsteinsäule zeigt den gekreuzigten Christus mit seiner Mutter Maria und Maria Magdalena. Zu ihr hatte Jesus ein sehr enges Verhältnis. Sie war eine der wenigen Frauen, die mit Jesus ging und nach seinem Tod die Hoffnung auf Gottes Welt nicht aufgab.

Zum Nachdenken für unterwegs: Frauen begleiteten Jesus auf seinem letzten Weg. Sie waren die ersten, die entdeckten, dass der Tod nicht das Ende ist. Sie machten weiter mit dem, was sie von Jesus gehört und gelernt hatten. Von wem habe ich etwas gelernt, was ich fortsetze und weiter gebe? Wie halte ich lebendig, was andere vorgelebt haben?

weiterer Wegeverlauf: Von diesem links weiter bis zur Staumauer, diese überqueren und nach Malter laufen. Die Bahnschienen am Bad Malter überqueren und rechts auf der Straße laufen. Nach der Brücke rechts auf den Panoramaweg einbiegen, diesem entlang der Talsperre und später links bergan dem Taubenbergweg folgen. An der T-Kreuzung rechts auf den Plattenweg einbiegen und diesem bis Dippoldiswalde folgen. Gegenüberdem ersten Haus links zweigt ein Pfad zu einer Waldinsel auf freiem Feld ab, dort befindet sich das

6) Tatarengrab
Zum Gedenken an Mustapha Sulkowicz, Premierleutnant unterden königlich-polnischen und kurfürstlich sächsischen löblichen Obersten von Schiebelchen Pulkelanen, der am 01.07.1762 in einer Attacke bei Reichstädt erschossen wurde. Weil er Muslim war, wurde er nicht auf dem Friedhof, sondern hier nach so genannter tatarischer Sitte begraben.

Zum Nachdenken für unterwegs:Das Gedenken an Soldaten, die in Kriegen gefallen sind. Viele erhalten keine letzte Ruhestätte in ihren Herkunftsländern. Die Würde eines Menschen besteht über den Tod hinaus. Denk- und Grabmale wie dieses erinnern uns daran und an die Mahnung: Nie wieder Tod durch militärische Gewalt! - Friedensarbeit - was tue ich dafür?

weiterer Wegeverlauf: Zurück zum Wanderweg, dort rechts abbiegen und ungefähr 100 m bis zur Rabenauer Straße laufen, diese überqueren und an der nächsten Straße (Nikolai-Ostrowski-Straße) links abbiegen, dieser bis zu zwei Sportplätzen folgen und auf den Weg rechts (gelber Strich) zwischen ihnen einbiegen und bis zur nächsten Straße laufen, dort rechts und nach einem kurzen Stück links und kurz darauf rechts abbiegen in den Heideweg zur

7) Katholische Kirche St. Konrad

Am 13.09.1959 erfolgte die Kirchweihe. Der Name der Kirche kommt vom Patron Bruder Konrad von Parzham. Einundvierzig Jahre lang war er Pförtner in einem Kloster. Früh morgens stand er auf und erst nach der Mitternachtsmesse konnte er ruhen. Bruder Konrad war geduldig, bescheiden und sanftmütig. Mit Ruhe und Sensibilität ging er auf die Wünsche der Pilger, Bettler und Lieferanten ein.

Zum Nachdenken für unterwegs: Welche immer wiederkehrenden Aufgaben begleiten meinen Alltag? Helfen sie mir geduldig, einfühlsam und ruhig zu werden?

weiterer Wegeverlauf: Von dieser ein Stück weiter laufen und rechts in den Floraweg einbiegen, den man bis zur Rabenauer Straße läuft, die Straße überqueren und links weiterlaufen, in der Kurve steht eine alte Sandsteinsäule, an dieser rechts einbiegen und bis zur nächsten T-Kreuzung laufen, dort wieder links und die große Straße ist wieder erreicht, diese queren und das nächste Ziel, der Rosenpark, ist erreicht, hier steht die

8) Gedenksäule in Form einer Betsäule mit eingelassener Metalltafel für Gabriel Friedrich

Zweiteiliger Sandsteinsockel, darüber spitz zulaufende Sandsteinstele mitspitzbogiger Metalltafel. Diese und eine weitere im unteren Sockelteil erzählen die Geschichte des G. F.: Am 4.9.1632 wurde unweit von hier der Bürgermeister Gabriel Friedrich von Dippoldiswalde, als er die Bürger dieser Stadt zu deren Verteidigung gegen die einfallenden Feinde anführte, von Kroaten niedergehauen.

Zum Nachdenken für unterwegs: Menschen übernehmen Verantwortung für andere. Mitunter stellen sie sich schützend vor andere und riskieren damit das eigene Leben. Wo erhebe ich meine Stimme für andere, wenn sie bedroht werden oder Unrecht erleiden? – Unsere Bürgermeister*innen von heute, schätzen wir, was sie für die Menschen in unseren Orten tun?

weiterer Wegeverlauf: Vom Rosenpark der Straße bis zu den Parksälen Dippoldiswalde folgen, von da links auf dem Fußweg laufen an dem Naturdenkmal Körner Eiche den linken Weg nutzen und zur Stadtmauer laufen, dort steht der nächste Bildstock.

9) Betsäule Fußwaschung

Die gotische Sandsteinsäule stand ursprünglich in der Niedertorstraße im Scheunenviertel außerhalb der Stadtmauer, bei der Einmündung des alten Dresdner Marktsteiges, und wurde im Juli 1935 an den jetzigen Standort versetzt. Dabei erhielt sie ein von Hedi von Eckardstein in Öl auf Kupfer gemaltes Nischenbild, das einen betenden Bergmann zeigte. Zu dessen Füßen stand das Psalmwort „Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch“ (Psalm 68,20). Die Kupfertafel ist im Archiv des Museums eingelagert. 1994 wurde die Säule restauriert und zeigt seitdem Christus, wie er den Jüngern die Füße wäscht (Johannes Evangelium Kap. 13).

Zum Nachdenken für unterwegs: „Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch.“ Könnten wir uns dieses Psalmwort zu eigen machen? „Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.(Johann Wolfgang von Goethe)

weiterer Wegeverlauf: Die Straße nach rechts laufen und der Markt wird erreicht, diesen überqueren und zwischen Rathaus und Löwenapotheke durch die Alte Pforte zur

10) Stadtkirche St. Marien und Laurentius

Wir sehen eine gotische Hallenkirche, die in der jetzigen Gestalt 1638 wieder eingeweiht wurde. Der Innenraum ist sehr farbig, vor allem mit Blumenmustern gestaltet. Das Deckengemälde im Altarraum zeigt Christus in der Mitte, umgeben von den Aposteln, Evangelisten und vielen alttestamentlichen Propheten.

Zum Nachdenken für unterwegs: Menschen, die zu mir gehören aus meiner Familie, meinem Freundeskreis, der Nachbarschaft und anderen Zusammenhängen. Was sagen wir einander? Was teilen wir miteinander? Wie wertvoll sind mir die Beziehungen?
10a) Betsäule Christus am Kreuz mit Maria und Johannes auf dem Kirchenvorplatz

Der ursprüngliche Standortder Säule war an der Bahnhofstraße in Richtung Freiberg. Die Reisenden, die in diese Richtung die Stadt verließen, hatten so Gelegenheit, für ihre Reise um göttlichen Beistand zu bitten. Das original erhaltene und 2000 restaurierte würfelförmige Kapitell zeigt drei Reliefs: Christus am Kreuz mit Maria und Johannes, einen Soldaten mit gefesseltem Christus und zwei Figuren. 

10b) Plastik "Schlangenwürfel" auf dem Kirchenvorplatz

Die Plastik wurde im Jahr 2000 vom Bildhauer Friedemann Döhner gefertigt. Auf dem Schriftband steht: „fas et nefasambulant pene passu pari“ („Das Richtige und das Falsche/ Recht und Unrecht gehen im Gleichschritt.“).

10c) Luther-Denkmal vor der Kirche

Figur des Reformators Martin Luther auf einem 2,50m hohen Sandstein-Sockel. Luther hält eine Bibel in der Hand. Die Aufschrift auf dem Sockel lautet: „Ein feste Burg ist unser Gott“, Bildhauer: Ernst Wilhelm Paul (1856–1931), Architekt: Oppermann.

weiterer Wegeverlauf:  nach der Besichtigung der Kirche von dem Lutherdenkmal und den Glocken ein kleines Stück gerade aus und danach rechts abbiegen und immer Richtung Bahnhof laufen, von der Straße hat man einen tollen Blick auf das Schloss, an der Kreuzung mit vier Straßen sieht man auf der anderen Straßenseite das Wanderzeichen gelber Strich, in die Straße Am Mühlgraben links einbiegen, hier sieht man das Wanderzeichen für den Pilgerweg Heiliger Weg, der vom Böhmischen/Tschechien nach Meißen führt, das nächste Pilgerziel ist erreicht die
11) St. Nikolai-Kirche

Die Kirche wurde in der ersten Hälfte des 13. Jh. erbaut. Das Bemerkenswerteste in dieser Kirche sind die ca. 30 Fresken an den Wänden. Dargestellt sind Szenen aus den biblischen Ostergeschichten und aus dem Leben des heiligen Nikolaus, dem Namensgeber der Kirche. Die Kirche wird seit Jahrhunderten als Friedhofskirche genutzt.

Zum Nachdenken für unterwegs: Nikolaus ist bekannt dafür, dass er ein Herz für Kinder hatte. Jesus segnete Kinder und sagte den Erwachsenen: „Wer Gottes Welt nicht annimmt wie ein Kind, wird nicht hineinkommen.“ (Markus Evangelium 10, 15) Wie sieht das Kind in mir die Welt? Wie sehe ich Kinder?

weiterer Wegeverlauf: Nach Verlassen des Friedhofes links laufen am Lohgerbermuseum vorbei bis zur Bäckerei und über die Weißeritzbrücke; bis zum Abzweig Planberg, dann rechts einbiegen und durch die Unterführung der Bundesstraße 170 laufen; weiter geradeaus bis ein Abzweig mit Wanderschildern erreicht ist. Der Kirchleite folgen bis der Weg mit dem Kirchsteig und dem Elender Rundweg zusammen kommt. An dieser Stelle geradeaus laufen und nun dem Rundweg bis zur Haltestelle Alte Scheune folgen. Dort rechts abbiegen und der Straße nach Oberfrauendorf folgen. Links biegt die Alte Poststraße ab; daran vorbei laufen und nach ca. 570 m liegt auf der linken Seite

12) Steinkreuz Elend

Zu sehen sind zweieingeritzte gekreuzte Schwerter. Das Steinkreuz lag seit mindestens 1890 schräg an der Böschung.

Zum Nachdenken für unterwegs: Auch heute sind Reisen durchaus auch mit Gefahren verbunden.Sind wir uns dessen immer bewusst? Wie stehen wir zu Schutzengeln? Im Psalm 91 heißt es: Denn Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.

weiterer Wegeverlauf: von da zurück bis zur der Alten Poststraße, diese bis Reinholdshain laufen, der Weg ist immer noch der Elender Rundweg, an der Glashütter Straße links einbiegen und dieser folgen bis zum

13) Steinkreuz Reinholdshain

Über dieses Sandsteinkreuz ist nicht viel bekannt. Die viereckigen Aushauungen weisen darauf hin, dass es bis 1934 in einer Gartenstützmauer verbaut wurde. Der Schaft in Höhe der unteren Armkanten war weggebrochen und wurde später wieder hinzugesetzt.

Zum Nachdenken für unterwegs: „Es gibt auf dieser Welt einen einzigen Weg, den nur du allein gehen kannst. Wohin er führt? Frag nicht, geh ihn.“ Friedrich Nietzsche, Philosoph 1844 – 1900
Unterwegs mag das ein oder andere von uns abfallen oder auch etwas aufbrechen. Brüche gehören zu unseren Lebensgeschichten.

weiterer Wegeverlauf:Auf der Straße weiter laufen Richtung Dippoldiswalde bis die Oberhäslicher Straße ins Gewerbegebiet erreicht ist. Rechts einbiegen und geradeaus laufen. Beim Industriering rechts einbiegen und bis zu einem Autohaus laufen, wo links abgebogen werden muss. Hier dem Fußweg nach Oberhäslich folgen. Am Ende des Weges nach links abbiegen und der Straße folgen, nach Erreichen der Bundesstraße diese an der Fußgängerampel überqueren und rechts abbiegen bis der Abzweig eines mit grünem Punkt markierten Wanderweges (Fiebigstraße) erreicht ist. Dort links abbiegen und bis zu der Stelle gehen, wo mehrere Wegschilder stehen. Später kehren wir zum Wanderweg grüner Punkt zurück. Dort links laufen bis zum

14) Steinkreuz mit säbelartiger Waffe

Zu sehen sind zwei eingeritzte gekreuzte Schwerter oder Säbel. Man geht davon aus, dass es ein Soldatengrab aus dem 18. Jahrhundert war. Das Steinkreuz wurde 2008 mit neuem Sockel wieder aufgestellt.

Zum Nachdenken für unterwegs: Lass mich langsamer gehen! Entlaste das eilige Schlagen meines Herzens durch das Stille-Werden meiner Seele. Lass meine hastigen Schritte stetiger werden mit dem Blick auf dieweite Zeit der Ewigkeit. Gib mir inmitten der Verwirrung des Tages die Ruhe der ewigen Berge. Löse die Anspannung meiner Nerven und Muskeln durch die sanfte Musik der singenden Wasser, die in meiner Erinnerung lebendig sind.Lass mich langsamer gehen, um die Blume zu sehen, ein paar Wortemit meinem Freund zu wechseln, einen Hund zu streicheln, ein paar Zeilen in einem Buch zu lesen. Lass mich langsamer gehen, und gib mir den Wunsch, meine Wurzeln tief in den ewigen Grund zu senken, damit ich emporwachse zu meiner wahren Bestimmung.
Gebet aus Südafrika

weiterer Wegeverlauf:Zurück zu den Schildern links in den Weg einbiegen und am Waldrand wieder links den Häslicher Randweg bis erreichen der Fahrstraße laufen, diese queren und nach rechts weiter bis zu den Wegschildern, an diesen links einbiegen und immer gerade aus bis zum Malterweg (Abstecher zur Wolfssäule empfehlenswert), diesen Weg rechts einbiegen, das nächste Pilgerziel ist erreicht.

15) das Steinerne Messer oder Messerstein

Wir sehen ein verstümmeltes Steinkreuz am Malterweg und nahe der Wanderwegekreuzung Alte Rabenauer Straße. In den Schaft sind Umrisse eines Messers eingemeißelt. Dies ist ein altes Mal zur Sühne eines Mordes oder Totschlages. Als Mahnung und zur Erinnerung wurde es am Tatort aufgestellt. Das Kreuz wurde später als Wegsäule genutzt. 1785 spricht man im Waldzeichenbuch vom „Steinernen Messer“.

Zum Nachdenken für unterwegs: Ein Messer wird zum Mordinstrument. Wir wissen nicht, ob es eine beabsichtigte Tat war oder ein Vorfall aus einer Notwehr heraus. Manchmal liegen Dinge auf Messers Schneide und gehen in die eine oder andere Richtung? Ich muss entscheiden, ob etwas positiv oder negativ ausgeht.

weiterer Wegeverlauf:von da auf dem Malterweg gerade aus bleiben bis zum Abzweig Wegweiser Findlingskreuz, dieser ist auf der linken Seite, ein schmaler Pfad führt zum

16) Findlingskreuz

Dieses Sandstein-Kreuz macht seinem Namen alle Ehre. Es lässt sich nicht leicht finden. Unweit des Steinernen Messers, in Richtung Einsiedlerstein in der Forstabteilung 54 steht es. Es steht möglicherweise in Beziehung zu einem alten Wallfahrtsweg, der in westlicher Richtung zum Kloster Altzella bei Nossen führte. Der Name geht darauf zurück, dass einst nach der Schneeschmelze an dieser Stelle ein unbekannter Toter aufgefunden wurde.

Zum Nachdenken für unterwegs: Kreuze als Grabmale an Orten, an denen Menschen gestorben sind. An Straßenrändern begegnen sie uns. Und hier an einem alten oft begangenen Weg. Ein Ort der letzten Ruhestätte. Wann war ich das letzte Mal auf einem Friedhof? Besuche ich meine Angehörigen regelmäßig am Ort ihrer letzten Ruhestätte?

weiterer Wegeverlauf: von da zurück zum Malterweg und links auf diesem bis zum Einsiedler, dort findet man

17) Einsiedlerstein und die Katharinenkapelle

Der Einsiedlerstein ist ein geologisches Naturdenkmal. Die benachbarten Sandsteinfelsen tragen Grundmauern einer kleinen Kapelle (6 x 4m groß) mit dem Namen Katharinenkapelle. Im Zuge der Reformationwurde die katholische Katharinenkapelle 1539 abgetragen. In den Stein gemeißelte Aufnahmelager für Balken, Falze und Stufen weisen auf die einstige Bebauung hin. Hier soll in alter Zeit ein Einsiedler namens Dippold gehaust haben (Sage).

Zum Nachdenken für unterwegs: Katharina und Dippold lebten zurückgezogen. Ihre Aufgabe war es damals für andere Menschen, in Krisen und Notsituationen zu beten. Menschen kamen zu ihnen, um ihre Sorgen und Probleme zu erzählen und sich Rat und Hilfe zu holen. Habe ich Menschen, denen ich vertrauen kann, die mir offen und ehrlich zuhören? Bewege ich die Sorgen und Nöte anderer in meinem Kopf und Herzen?

weiterer Wegeverlauf: Den Malterweg ein kleines Stück zurück laufen und am Wegweiser rechts abbiegen. An dem malerischen Diebsteich vorbei dem Wanderweg folgen und an der Kreuzung (Bank) der zweiten Straße rechts folgen bis der mit dem gelben Strich gekennzeichnete Wanderweg nach rechts abbiegt zur

18) Barbarakapelle

Die Kapelle hat den Namen der Schutzheiligen der Bergleute– Sankt Barbara. Um 1500 wurde sie erbaut und auch von einem Geistlichen betreut, der Gottesdienste und Messen anbot. Im Zuge der Reformationwurde die Kapelle zerstört und 1881 als Ruine instandgesetzt. Im Chor lesen wir den Spruch „Was uns das Alter vererbt, schone das junge Geschlecht!“ Mit der Barbarakapelle ist auch die Sage vom heiligen Antonius verbunden. Sie erzählt von einem frommen Mann, welcher in einer Klause lebte und mit der Errichtung der Kapelle in Verbindung gebracht wird. In der Kapelle soll ein kunstvoll gestalteter Altar gestanden haben. Nahe der Barbarakapelle soll es eine Heilquelle gegeben haben. Namen von Straßen, Wegen und Flurstücken geben noch Hinweise auf die alte Zeit: Klausenweg, Antonsweg und Antonswiesen.

Zum Nachdenken auf dem Weg: Barbara lebte im 3. Jahrhundert im heutigen Izmir/ Türkei. Durch ihren Lehrer und das Kindermädchen lernte sie den christlichen Glauben kennen und ließ sich als Jugendliche taufen. Christen wurden damals verfolgt und meistens zum Tode verurteilt. Dieses Schicksal hatte Barbara sogar ihrem Vater zu verdanken. – Alt und Jung. Wie stehen die Generationen zueinander?

weiterer Wegeverlauf: auf dem Weg (jetzt Wanderweg-Markierung gelber Strich) geht es nach Oelsa, nach Erreichen der Straße rechts abbiegen und vor der Brücke in die Straße Am Bach laufen. Am Ende links auf die Hauptstraße und durch den Ort bis zur

19) Kirche Oelsa

Die Kirche wurde am 1. Advent 1928 eingeweiht. Altar und Taufstein sind aus Sandstein. Die Glasfenster zeigen die Evangelisten Lukas und Markus, geschaffen von dem Dresdner Glasmaler Josef Goller. Das Auferstehungsgemälde im Altarraum wurde vom Dresdner Künstler Eberhard von der Erde gestiftet.

Zum Nachdenken auf dem Weg: „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11, 28) – Dieses Jesus-Wort finden wir über der Eingangstür. Was belastet mich? Was möchte ich ablegen? Wen kann ich aufsuchen, um offene Ohren und ein offenes Herz zu finden? Was hilft mir, innerlich Kraft zu schöpfen? – Nehmen Sie sich Zeit für einen Augenblick der Stille in der Kirche! Falten Sie gern die Hände, wenn Sie die Fragen für sich beantworten.

weiterer Wegeverlauf: Bis zum Ortsausgang laufen und in der Kurve rechts zum Schwarzen Teich. Um diesen herum laufen bis eine kleine Brücke erreicht ist. Über diese gehen und rechts laufen bis zum Wegweiser. Dort rechts auf den Lindenwehrweg einbiegen und diesem folgen bis er auf den Marktsteig trifft. Links auf den Marktsteig einbiegen, der bis Rabenau führt. Rechts im neuen Wohngebiet in die Max-Meier-Straße gehen, dann in die Nordstraße links einbiegen, am Ende rechts in die Hainsberger Straße bis zum Haus Nr. 32. Dort biegt links eine kleine Straße ab. Die Straße geht in einen Feldweg über. Dort befindet sich die Rabenauer Höhe mit dem

20) Konfessionsdenkmal in Rabenau

Das Denkmal wurde am Reformationstag 1832 errichtet und 2017 restauriert. Es steht für Glaubens- und heute auch Religionsfreiheit. Im Augsburgischen Reichs- und Religionsfrieden ging es um die freie Religionsausübung von evangelischem und katholischem Glauben. Die Inschriften des Denkmals lauten:
Ostseite: Heil den Begründern, Dank den Vertheidigern der evangel. Glaubens-Freyheit!
Südseite: Zur dankvollen Erinnerung an die dritte evangel. Confessions-Jubelfeyer d. 25., 26. und 27. Juni 1830Westseite: d. 31. Octbr. 1832 errichtet – Erneuert d. 25. September 1855
Nordseite: Psalm 126, V. 3 (Gott hat Großes an uns getan; des sind wir fröhlich.)
Zum Nachdenken für unterwegs: Frei sein in dem, was ich glaube. Frei die Meinung äußern können, ohne andere zu verletzen. Frei und offen anderen Religionen begegnen. Immer wieder muss darum gerungen und sogar gekämpft werden. Wie wichtig sind mir diese Werte?

weiterer Wegeverlauf: geradeaus zum Hotel, Galgenberg, Höhenstraße, Hainsberger Straße und an der Kreuzung links in die Freitaler Straße einbiegen; in der Ortsmitte finden Sie die St. Egidien Kirche, den Ausgangspunkt.

Geologische Highlights

Ja

Ausrüstung

Es ist keine spezielle Ausrüstung nötig.

Anreiseinformationen
Anreise

aus Richtung Dresden (B170), Freital oder Dippoldiswalde kommend der Beschilderung nach Rabenau folgen. In Rabenau der Beschilderung Markt oder Bf. Rabenauer Grund folgen.

Öffentliche Verkehrsmittel

Bus des RVSOE Linie 347, 348+ und 376.
Weißeritztalbahn

Parken

Rathaus Rabenau (kostenpflichtig)

Zusatzinfos & Tipps
Tipps

-Innenbesichtigung der Kirchen am Weg - teils nur nach Voranmeldung möglich (Kirche St. Egidien Rabenau, Kirche Seifersdorf, Katholische Kirche St. Konrad Dippoldiswalde, Stadtkirche St. Marien und Laurentius Dippoldiswalde, St.-Nikolai-Kirche Dippoldiswalde, Kirche Oelsa)

-Besuch des Deutschen Stuhlbaumuseums Rabenau (www.deutsches-stuhlbaumuseum.de)

-Besuch des MiBERZ (Museum für mittelalterlichen Bergbau) und des Lohgebermuseums und Galerie in Dippoldiswalde

-Der Weg ist auch gut in Etappen begehbar, es empfiehlt sich eine Übernachtung. In der "Villa Else" in Oelsa sind Pilger willkommen. Diese und weitere Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie auf Gastgeberverzeichnis Rabenau.

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