Rundwanderweg Nr. 5 durch das Brakeler Bergland von Brakel über Hembsen und Hainhausen zurück nach Brakel
Der Rundwanderweg Nr. 5 durch das Brakeler Bergland führt von Brakel über Hembsen und Hainhausen zurück zum Ausgangspunkt und erschließt dabei vielfältige Facetten der Region. Der Verlauf beginnt am Mühlengraben...
Der Rundwanderweg Nr. 5 durch das Brakeler Bergland führt von Brakel über Hembsen und Hainhausen zurück zum Ausgangspunkt und erschließt dabei vielfältige Facetten der Region. Der Verlauf beginnt am Mühlengraben der Brucht und entlang der historischen Stadtmauer, deren Relikte, wie der Schmiedewall, Aufschluss über die mittelalterliche Stadtverteidigung geben. Die wasserbaulichen Anlagen von Graben und Wall, die die Neustadt seit 1383 vor Hochwasser schützen sollten, sind hier noch erkennbar.
Die Route steigt anschließend den Hembser Berg hinauf, wo die Stadthalle aus dem Jahr 1926 sowie der Friedhof der ehemaligen jüdischen Gemeinde mit seiner Gedenktafel an vergangene Zeiten erinnern. Eine schlichte Kreuzkapelle, 1961 aus historischen Grabsteinen errichtet, prägt ebenfalls das Bild. Von dieser Anhöhe eröffnet sich ein umfassender Blick auf die Stadt Brakel.
Weiter östlich erstreckt sich das Nethetal, das im Norden von bis zu 300 Meter hohen Randhöhen und im Süden von bis zu 250 Meter hohen Erhebungen begrenzt wird. Die Weitung des Tals bei Ottbergen gibt den Blick auf den Solling frei. Die Dörfer Hembsen und Beller präsentieren sich mit unterschiedlichen Strukturen; in Hembsen beeindruckt der ehemalige Hof Gunst mit seinem Herrenhaus aus dem späten 18. Jahrhundert sowie die Johanneskirche, deren Bauweise auf sumpfigem Grund eine Pfahlgründung erforderte. Beller, ein historisches Straßendorf, war bereits im 9. Jahrhundert Teil des Besitzes des Klosters Corvey.
Der Weg führt sodann über den Holzberg zum Imberg, dem höchsten Punkt im oberen Muschelkalk. Von hier aus offenbart sich ein weitreichendes Panorama des Brakeler Berglandes mit dem Talkessel von Brakel, dem Sohltal der Nethe und der Bergplatte der Hegge. Der Blick reicht bis zum Modexer Wartturm, der 1383 erstmals erwähnt wurde und die einstige Landwehr der Brakeler Feldflur markierte. Die historische Hembser Gemeindeweide, heute bewaldet, ist durch die alte Hudebuche noch erlebbar.
Im weiteren Verlauf wird der Gutshof Hainhausen tangiert, dessen Herrenhaus im italienischen Landhausstil aus dem frühen 19. Jahrhundert stammt. Die „Schwarze Brücke“ erinnert an eine bemerkenswerte juristische Auseinandersetzung des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Der Ehrenfriedhof ist eine Stätte des Gedenkens. Der Weg mündet schließlich in den Kaiser-Wilhelm-Hain, eine parkartige Anlage, die 1913 entstand und Teil des Kurgebietes Brakel ist. Die historische Mineralquelle mit Brunnenhaus und Wandelhalle bildet hier einen bedeutsamen kulturellen Ankerpunkt. Die Tour endet am Ausgangspunkt am Bredenweg. Ein Abschnitt dieses Weges ist als Naturerlebnispfad Kaiserbrunnen/Modexen ausgewiesen.
Vom Parkplatz am Bredenweg führt der Weg über den Mühlengraben der Brucht und dann an der alten Stadtmauer (Nordmauer) entlang. Die Brücke führt über den Stadtgraben zum Wall. Gehen Sie über diesen Wall, wenden Sie sich am Ende nach Links und überqueren Sie die Kreisferienstraße.
Nun führt Sie der Weg den Hembser Berg hinauf und nach Hembsen. In Hembsen gehen Sie bis zur Hauptstraße, biegen dort links ab, gehen bis zur Landwehrstraße, dort wieder links und an der K 39 entlang. Kurz nach der Brücke geht es nach Rechts in einen Feldweg, den Holzberg hinauf, auf den Imberg. Am Waldrand führt der Weg weiter durch den ehemaligen Hembser Gemeindewald bis zur Schleeberg-Schutzhütte hinab.
Der Wanderweg quert beim Schwarzen Kreuz die Kreisstraße und folgt dem Egge-Weser-Weg von Höxter nach Bad Driburg. Hinter dem städtischen Forsthaus fällt der Blick in einen weiten Talzug, dessen Mittelpunkt der Gutshof Hainhausen ist. Gehen Sie am Forsthaus vorbei und wenden Sie sich wenn möglich nach Links. So kommen Sie durch Hainhausen bis auf die Kreisstraße K 39.
Der Weg folgt der Kreisstraße bis zu einer Eichengruppe linker Hand. Darin befindet sich die „Schwarze Brücke“ (aus behauenen Steinen errichtete Mauern). Überqueren Sie die Straße und folgen Sie dem Weg zunächst zwischen Feldern, dann am Rand des Hinnenburger Forstes zum „Ehrenfriedhof“.
Weiter führt der Weg durch den Kaiser-Wilhelm-Hain. Auf dem Kurweg vorbei an der großen Teichanlage und durch die weite Aue der Brucht geht es zum Ausgangspunkt, dem Parkplatz am Bredenweg, zurück.
Stadt- und Wanderplan Brakel
Fernglas, Verpflegung
Von Paderborn über die Bundesstraße B 64 bis Abzweig Brakel
Ostwestfalenstraße 252 von Lemgo kommend die 1. Abfahrt, von Warburg kommend die 3. Abfahrt Brakel. Auf die Nieheimer Straße bis zur 1. Kreuzung, dort links auf den Bredenweg. Der Parkplatz ist auf der linken Seite.
Bus und Bahn
Parkplatz Nr. 9, Am Bredenweg, 33034 Brakel
Webcams der Tour
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