WaldKulTour Südwestfalen - Grenzstädte
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Die WaldKulTour Südwestfalen – Grenzstädte führt durch eine Landschaft, in der historische Grenzrivalitäten die Entwicklung prägten. Siedlungen entstanden strategisch, um Gebietsansprüche zu festigen und...
Die WaldKulTour Südwestfalen – Grenzstädte führt durch eine Landschaft, in der historische Grenzrivalitäten die Entwicklung prägten. Siedlungen entstanden strategisch, um Gebietsansprüche zu festigen und erste Verteidigungslinien zu etablieren. Charakteristisch für diese Orte ist ihre teils isolierte Lage, welche eine symbiotische Existenz mit dem umliegenden Naturraum, insbesondere dem Wald, erforderte. Ein herausragendes Beispiel hierfür stellt das historische Städtchen Eversberg dar, dessen malerische Fachwerkhäuser die mittelalterliche Stadtgründung unter Graf Gottfried III. widerspiegeln. Seine Wehranlagen dienten der Sicherung der Grafschaft Arnsberg gegenüber dem Erzbistum Köln. Die strategische Position Eversbergs auf der höchsten Erhebung des Ruhrtals wurde durch ökonomische Bestrebungen ergänzt, welche die intensive Waldnutzung förderten. Die geografische Isolation forcierte dabei eine diversifizierte Entwicklung lokaler Wirtschaftszweige, die auf den Ressourcen des Waldes basierten. Bis heute belegen vielzählige Flurnamen die historische Vielfalt handwerklicher Aktivitäten in und um Eversberg. Diese umfassen Hinweise auf Köhlerei, Aschbrennerei, den Abbau von Erzen, den Anbau von Flachs und Hopfen sowie die Nutzung forstwirtschaftlicher Erzeugnisse für die Bodenverbesserung und als Viehstreu, was die tiefgreifende Wald-Kultur-Geschichte dieser Region unterstreicht. Die Übergabe der Grafschaft Arnsberg an das Erzbistum Köln durch Graf Gottfried IV. im Jahr 1368, bedingt durch das Ausbleiben direkter Nachkommen, führte zu einem Wandel. Die Burg verlor ihre vormalige Grenzrelevanz und verfiel; Graf Gottfried IV. fand seine letzte Ruhestätte als einziger weltlicher Fürst im Kölner Dom.
Die WaldKulTour-Route führt entlang des Kohlweder Bachs über abwechslungsreiche Wege hinauf bis nach Eversberg. Schon auf dem Weg bietet sich ein phantastischer Blick ins Tal und auf die Mittelalterstadt. In der historischen Altstadt angekommen gibt es eine hohe Anzahl an historischen Gebäuden zu sehen. Der Höhepunkt ist die Aussicht von der Burgruine hinab in das Ruhrtal. Am Fuße der Burgruine lädt ein Spielplatz zur Rast ein. Der Rückweg führt durch die Eversberger Feldflur zurück zum Ausgangspunkt „Wanderparkplatz Kohlwedertal“.
Schwierigkeit: mittel,
Strecke: 12,2 km, Dauer: 3:35 h,
Aufstieg: 335 hm, Abstieg: 335 hm
Festes Schuhwerk.
Wanderparkplatz Kohlwedertal
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