Carsus Trail, Etappe 4: Štanjel–Sistiana / Sesljan
Schwierigkeitsgrad: T1
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Die vierte Etappe des Carsus Trail zwischen Štanjel und Sistiana ist für die Einheimischen wahrscheinlich nichts Besonderes, für alle, die von außerhalb in diese einzigartige Welt eintauchen, ist sie jedoch...
Eines nach dem anderen offenbaren sich die Karstdörfer an den Hängen der niedrigen, von grünen Wäldern gesäumten Hügellangschaft: Kobdilj, Hruševica, TupelÄe, Kobjeglava, Gabrovica, VolÄji Grad, Nadrožica, Brje, San Pelagio, Slivia und Sistiana. Die letzten drei liegen bereits in Italien.
Jedes Dorf für sich ist wunderschön. Ein aufmerksames Auge findet überall die wunderschönen Beispiele lokaler Karstbaukunst: die typischen Dächer, Straßen und Innenhöfe, die Brunnen, malerischen Portale und sorgfältig gearbeiteten Steinmetzdetails. Die Dörfer liegen eingebettet zwischen Feldern, Weiden und Weinbergen. Sie durchwandern eine Kulturlandschaft, wie sie im Buche steht, und haben am Ende des Tages noch immer das Gefühl, zum Großteil in der Natur unterwegs gewesen zu sein. Wiesen, Wälder und schließlich der Blick aufs blaue Meer sind die vorherrschende Dimension in der Gesamtheit der Eindrücke.

Überqueren Sie die Bahnlinie und steigen Sie auf der anderen Seite zur Hauptstraße hinauf. Am rechten Ortsrand oberhalb der Regionalstraße treffen Sie auf den Wander- und Radweg, der Sie bis nach Hruševica führt. Die Route verläuft größtenteils geradeaus – lassen Sie sich nicht von den Abzweigungen, die nach links führen, in die Irre führen.
Von Hruševica nach Kobjeglava geht es auf der Straße weiter. Biegen Sie am Haupteingang von Kobjeglava bei dem Brunnen links auf den Feuerwehrweg ab. Gleich zu Beginn des Weges treffen Sie rechterhand auf einen Fahrweg, der zwischen Weinberge führt. Folgen Sie ihm zunächst über Wiesen und an Weinbergen vorbei und dann durch den Karstwald bis nach Gabrovica.
Gehen Sie durch den Ort bis zur anderen Seite, wo Sie den nächsten Feuerwehrweg finden, der mit grobem Asphalt befestigt und als Radweg angelegt ist. Folgen Sie ihm bis zum nächsten Dorf – VolÄji Grad. Hier zeugen die Details an den Eingängen und Fassaden der Häuser davon, dass Sie sich in der Steinmetzhochburg des Karstes befinden.
Gehen Sie durch den Ort bis zur Kirche St. Johannes der Täufer und dann auf dem nächsten Feuerwehrweg bis zum Weiler Nadrožica. Hier geht der Feuerwehrweg in einen schmaleren Feldweg über, dem Sie in einer weitgehend geraden Linie bis nach Brje folgen.
Brje ist das letzte Dorf auf der slowenischen Seite der Etappe. Auf der anderen Seite des Ortes finden Sie den nächsten Feuerwehrweg, der Sie über einen langgestreckten Sattel unterhalb des Trnovski hrib auf die italienische Seite, nach San Pelagio, führt.
Hier kommt der Carsus Trail mit dem Alpe-Adria-Trail zusammen. Gleich hinter dem Dorf, hinter der Kirche, verlassen Sie die Straße und biegen wieder auf Feldwege ein, die Sie nach Slivia führen.
Von hier geht es bergab bis zur Bahnunterführung und auf der anderen Seite weiter in Richtung Sistiana, wo die Etappe endet. Die nächstgelegenen Parkplätze und Unterkünfte in der Stadt finden Sie an der Regionalstraße oberhalb der Bucht von Sistiana.
Ja
Normale Wanderausrüstung: leichte Wanderschuhe und der Jahreszeit entsprechende Kleidung.
Die Etappe Štanjel–Sistiana ist die längste Etappe des Carsus Trails. Sie ist technisch leicht zu meistern, sodass keine besonderen Hinweise erforderlich sind. Im Notfall gibt es auch genügend Zwischenorte.
Der Weg ist zwar das ganze Jahr begehbar, doch ist die beste und schönste Zeit für eine Tour im Frühling oder Herbst. Auch im Winter enttäuscht er nicht, im Sommer muss man sich allerdings mit der Möglichkeit hoher Temperaturen anfreunden.
Am besten erreicht man Štanjel über die Regionalstraße aus Richtung Gorizia oder Sežana.
Öffentliche Verkehrsmittel fahren in diesem Gebiet nicht. Der Start- und Endpunkt der Etappe, also Štanjel und Sistiana, verfügen über eine Bus- und Bahnverbindung mit größeren Ortschaften.
Die beste Parkmöglichkeit in Štanjel ist der öffentliche Parkplatz bei der Post.
T1
In VolÄji Grad können Sie die nahegelegene prähistorische Hügelfestung Debela griža besichtigen.
Die meisten Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie zwischen Štanjel und Sistiana. Da diese Etappe die längste ist und die nächste um die Hälfte kürzer, können Sie sich auch in den Dörfern Brje, San Pelagio oder Slivia eine Unterkunft suchen und haben immer noch genug Zeit, um die gesamte Tour in sechs Tagen zu bewältigen.
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