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Etappe 4 Vier-Länder-Grenzradweg: Lenzen-Hitzacker

Distanz
47,62 km
Dauer
03:15 h
Aufstieg
28 hm
Seehöhe
9 - 36 m
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Auf eurer Tour von Lenzen nach Hitzacker habt ihr gute Chancen Seeadler und Schwarzstörche sowie die seltenen Kiebitze und Braunkehlchen oder Biberspuren zu sehen. Ihr passiert das ehemalige Sperrgebiet....


Beschreibung

Auf eurer Tour von Lenzen nach Hitzacker habt ihr gute Chancen Seeadler und Schwarzstörche sowie die seltenen Kiebitze und Braunkehlchen oder Biberspuren zu sehen. Ihr passiert das ehemalige Sperrgebiet. Die Lenzenerwische, also der Landstrich zwischen den beiden Flüssen Elbe und Löcknitz, gehört zu den dünnbesiedelsten Deutschlands. Die kleinen Elbdörfer mit ihren zum Teil große Hallenhäusern lagen früher im Sperrgebiet. Bis nach Dömitz fährst du angenehm auf auf Deichkrone mit Blick auf die Elbe, ihre Auen mit ihren Wiesen, Kopfweiden und Waldrelikten.  Mach unbedingt einen Abstecher zur Schmölener Binnendüne. Sie ist die größte Binnendüne Europas.  Ein weiteres Highlight auf dem Weg ist der Ort Rüterberg. Aufgrund seiner Lage, umgeben von westdeutschen Gebiet, als Dorfrepublik ausgerufen.

Toureninfo

Die Etappe führt immer entlang der Elbe, die in diesem Bereich Grenzfluss war. Sie ist damit Teil des Grünen Bandes und gehört heute zu den letzten naturnahen Flüssen Mitteleuropas.

Technik
k.A.
Kondition
3 / 6
Landschaft
6 / 6
Erlebnis
6 / 6
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
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Weginformationen
Wegverlauf

Gleich zu Anfang der Etappe lädt der Haltepunkt Natur "Qualmwassersteg" unweit des Lenzener Hafens zum Balancieren. Zudem bietet ein ehemaliger Grenzturm bietet einen tollen Blick auf die Elbe mit ihren Flussauen und auf den gegenüberliegenden Funkmast. Diese auffällige Landmarke auf niedersächsischen Gebiet sorgte für eine stabile Nachrichtenverbindung zwischen West-Berlin und Westdeutschland. Damit die im hohen Frequenzbereich liegenden Funkwellen die Erdkrümmung überwinden können, wurde er 344m hoch gebaut.

Entlang der Elbe geht es zu einem kleinen Auwald-Relikt nahe Mödlich. Dort steht die Eiseiche. An ihr kann man noch heute deutlich die Spuren sehen, die die gefrorene Elbe im Jahr hinterlassen hat. Zwar wurde der Großteil der Auwälder bereits vor langer Zeit abgeholzt. Die wenigen existierenden Relikte, wie nahe der Eiseiche geben damit einen Einblick in vergangene Zeiten. Eichen und Flatterulmen sowie ein dichter Unterwuchs mit vorwiegend Brenessel.

Die Weiterfahrt führt weiter durch die  Lenzerwische, der Landstrich zwischen Löcknitz und Elbe und einstiges Sperrgebiet  Die Bewohner:innen der Elbdörfer führten ein Leben unter steter Beobachtung, ab 1972 trübte der Streckmetallzaun ihren Blick zur Elbe. Auffällig hier sind die großen niedersächsichen Hallenhäuser. Der Weg führt entlang zwei weiterere Haltepunkte Natur, die mit ihren Sitzgelegenheiten zur Rast einladen: Das Brackwasser Besandten und der Slawenwall Kietz.  Die Strecke durch die Elbauen wechselt zwischen Elbwiesen, Auengewässern, kleineren Wäldern, Kopfweiden.  Manchmal führt der Fahrradweg auf dem Deich ganz nah am Fluss und andere Male weiter weg.

Vor Dömitz lohnt sich ein Abstecher zu Schmölener Binnendüne. Es handelt sich um die größte Binnendüne Europas. Sie unterscheidet sich extrem von der feuchten Löcknitzaue in unmittelbarer Nähe. Weiter geht die Fahrt durch Dömitz, vorbei an einem Grenzturm an die Elbe. Blickt man auf die andere Elbseite sieht man die Überreste einer alten Eisenbahnbrücke als imposantes Mahnmal. Sie erinnert an Krieg. Ein Abstecher nach Dömitz mit seiner hübschen Altstadt und der Zitadelle mit Ausstellung und Informatinen zum BR lohnt sich. Bis Rüterberg fährt man erst links auf einem straßenbegleitenden Radweg, dann über Feldwege durch den Wald. Vorbei an einem Biberrevier am Forstbrack, an einem Aussichtpunkt auf die seltenen Schwarzpappeln. Rüterberg ist ein ganz besonderer Ort am Grünen Band. Er befindet sich in Mecklenburg Vorpommern. Durch seien Lage war er früher umgeben von der Grenze. Die damit verbundenen Einschränkungen machten das Leben für die Anwohner schwer. Sie riefen daher die Dorfrepublick Rüterberg aus. Nach Schweizer Vorbild. Im Ort gibt es eine Heimatstube (telefonische Vorankündigung notwendig), ein Grenz- und Aussichtsturm! Hier kann man sich also eine Weile aufhalten. Die Weiterfahrt entlang der Elbe führt durch Niedersachsen. Teilweise auf und teilweise neben dem Deich entlang. Man kommt an dem Lost Place "Wehniger Schloss" vorbei.  Dann setzt man wieder über die Elbe und erreicht Hitzacker.

Geologische Highlights

Ja

Familientauglich

Ja

Ausrüstung

Ausreichend Proviant
Flickwerkzeug
Bikeline Tourenbuch zum Vier-Länder-Grenzradweg

Zusatzinfos & Tipps
Tipps

Tongrube Rüterberg und Schmölener Binnendünge

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