Etappe 1: Alpina Antica Trail | ET1 Übersee - Aschau i.Ch./Gschwendt
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Etappe 1: Alpina Antica Trail | ET1 Übersee - Aschau i.Ch./Gschwendt

Distanz
16,53 km
Dauer
05:05 h
Aufstieg
547 hm
Seehöhe
524 - 923 m

Schwierigkeitsgrad: T3

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Durch das Alpenvorland und mit dem größten Hochmoor Bayerns (Kendlmühlfilzen) zu den ersten Bergen der Chiemgauer Alpen und weiter nach Gschwendt/Aschau im Chiemgau

Der Chiemsee – ob seiner Größe und Bedeutsamkeit...


Beschreibung
Durch das Alpenvorland und mit dem größten Hochmoor Bayerns (Kendlmühlfilzen) zu den ersten Bergen der Chiemgauer Alpen und weiter nach Gschwendt/Aschau im Chiemgau

Der Chiemsee – ob seiner Größe und Bedeutsamkeit von den Bayern auch liebevoll „Bayerisches Meer“ genannt: welch ein würdiger Start für Deine Alpenüberquerung auf alten Säumerwegen am Alpina Antica Trail! Noch im lieblichen, leicht hügeligen Alpenvorland gelegen, siehst Du vom Chiemsee im Süden mit den Chiemgauer Alpen schon die erste Gebirgsgruppe, die Du auf Deinem Weg nach Venedig durchschreiten wirst. Heute stehen als Auftakt von Übersee nach Gschwendt/Aschau im Chiemgau jedoch „nur“ die Vorberge am Programm. Wobei sie schon fast die komplette Palette bieten: Almen, Wasserfälle, einsame Wälder und Wanderwege.

Zuerst musst Du bis zu den ersten Bergen jedoch auf dem ersten Teil der Etappe das noch nicht sehr hügelige Alpenvorland überwinden. Und das bietet ein Naturjuwel der Extraklasse: Du wanderst nämlich direkt durch das Hochmoor Kendlmühlfilzen, welches das größte zusammenhängende Hochmoorgebiet Bayern ist: ein landschaftlicher Hochgenuss!

Alles in Allem ein wunderbar abwechslungsreiche Auftaktetappe, bei der Du jedoch auf eines nicht vergessen solltest: Der Start dieser Etappe und damit des Alpina Antica Trail befindet sich nicht direkt am Ufer des Chiemsees, sondern im Zentrum des 2,5 km entfernten Dorfes Übersee. Wir empfehlen also unbedingt, am Besten am Abend des Vortages (zur Not auch in der Früh direkt vor diese Etappe gehängt) von Übersee über den netten Weg in insgesamt 1 Stunden 30 min zum Chiemseepark am Südufer des Sees und wieder zurück zu spazieren. Dann startest Du wirklich direkt vom Bayerischen Meer bis zur Adria. Nähere Infos zu dieser Strecke hier.

Wegverlauf
St. Nikolaus
(526 m)
Andachtsstätte
0,0 km
Westerbuchberg
(604 m)
Siedlung
1,9 km
Rottauer Wasserfall
(635 m)
Wasserfall
8,9 km
Adersberg
(811 m)
Restaurant
12,4 km
Herren-Alm
(841 m)
Restaurant
14,1 km
Wolfsschlucht
(739 m)
Flur/Gelände
15,2 km
Wiesen
(704 m)
Siedlung
16,1 km
Wegverlauf
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16,53 km
Übersee
(526 m)
Dorf
0,0 km
St. Nikolaus
(526 m)
Andachtsstätte
0,0 km
Westerbuchberg
(604 m)
Siedlung
1,9 km
Rottauer Wasserfall
(635 m)
Wasserfall
8,9 km
Adersberg
(811 m)
Restaurant
12,4 km
Herren-Alm
(841 m)
Restaurant
14,1 km
Wolfsschlucht
(739 m)
Flur/Gelände
15,2 km
Wiesen
(704 m)
Siedlung
16,1 km
Toureninfo
Technik
3 / 6
Kondition
k.A.
Landschaft
k.A.
Erlebnis
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Weginformationen
Wegverlauf
Startpunkt dieses Spaziergangs zum Chiemsee ist der öffentliche Parkplatz gleich südlich der Kirche in Übersee. Mit Blickrichtung vom Parkplatz zur Kirche hältst Du Dich an der Straße links und biegst nach 50 m an der T-Kreuzung wieder links ab (Ww. „Westerbuchberg“ Nr. 19). Nach 100 m weist der Wegweiser. „Westerbuchberg“ Nr. 20, 21 rechts in die Hocherlacher Straße. Wiederum nach 100 m gabelt sich die Straße erneut: Beide Straßen führen zum Westerbuchberg, Du wählst aber die linke Straße (Ww. „Westerbuchberg“ Nr. 20, 21). Durch Wiesen und an Wald vorbei kommst Du zu einer kleinen Siedlung, wo sich die Wanderwege wieder teilen: wiederum beide Wege führen zum Westerbuchberg, die Variante nach rechts über das „Kirchenwegerl“ (Nr. 21, 19, 20) ist aber der schönere Weg. Etwa 400 m noch die Straße am Waldrand entlang, dann führt links ein Wanderweg („Kirchenwegerl“) in den Wald hinein, über den Du recht steil den Westerbuchberg mit seinem gleichnamigen Weiler erreichst.

An der Asphaltstraße für 50 m nach rechts, biegst Du gleich links in den Wanderweg Richtung „Grassau“ Nr. 20, 23 ein. Der Wanderweg führt den Westerbuchberg durch Wald und Wiesen hinab. Unten angekommen teilen sich die Wege wieder: Du folgst nicht mehr links Richtung Grassau, sondern rechts Richtung Rottau (Nr. 21) dem Feldweg zunächst durch Wiesen und dann Wald bis zu einer weiteren Gabelung. Du betrittst nun das wunderschöne Hochmoor Kendlmühlfilzen: hier links den wunderbaren mit Stegen ausgestatteten Wanderweg, der nun wieder (etwas verwirrend) Richtung „Grassau“ (Nr. 02) ausgeschildert ist, durch den Moorwald. Bei der nächsten Gabelung nun rechts auf einen breiteren Weg Richtung „Grassau“. Der Weg macht nach einiger Zeit eine 90°-Linkskurve und wird wieder schmäler. Du durchquerst nun den Kern des Hochmoors – paradoxer Weise auf einer alten Schienentrasse, die nun mit Rindenmulch gut begehbar gemacht wurde: Früher wurde im Hochmoor Kendlmühlfilzen nämlich in größerem Stil Torf abgebaut, wovon auch das Museum im alten Torfbahnhof (leider nicht direkt am Alpina Antica Trail gelegen) zeugt. Du passierst dabei eine Aussichtsplattform, die einen wunderbaren Blick auf das Hochmoor bietet. Nach einer ganzen Weile wird der Weg wieder breiter und Du biegst bei einer Kreuzung rechts Richtung „Rottau“ ab. Er macht wiederum nach einer Weile einen Linksschwenk und Du erreichst bald darauf einen Parkplatz und das Ende des Hochmoors Kendlmühlfilzen.

Du folgst für 300 m der kleinen Asphaltstraße geradeaus und biegst dann – Du siehst geradeaus schon die Bundesstraße – rechts auf eine Schotterstraße Richtung „Museum Salz & Moor“ ab. Die kleine Straße führt nun parallel zur Bundesstraße – an der Stelle, an der die Straße nach rechts schwenkt, zweigt links ein Weg Richtung „Museum Salz & Moor“ ab. Nach etwa 150 m überquerst Du die Bundesstraße (Achtung starker Verkehr!) und stehst direkt vor dem Museum Salz & Moor, das definitiv einen Besuch wert ist (Einkehrmöglichkeit im Museumscafé).

Du hast nun auf Deinem Weg am Alpina Antica Trail nach Venedig das bayerische Alpenvorland hinter Dich gebracht, denn gleich hinter dem Museum schießen jäh die ersten Vorberge der Alpen empor. Zwischen den Gebäuden hindurch steigst Du die Eisenstiege steil hinauf und folgst oben angekommen dem Wanderweg nach rechts in den Wald hinein – immer wieder hast Du auf dem nächsten Abschnitt schöne Blicke auf den Chiemsee. Bei der nächsten Gabelung behältst Du die Gehrichtung Richtung „Rottau“ bei. Bald zweigt links ein Steig ab, der parallel zum breiten Weg verläuft und nach einigen Minuten wieder mit diesem zusammenläuft. Du überquerst gleich darauf den Bach und hast nun die Gelegenheit, einen 5-minütigen Abstecher zum Rottauer Wasserfall zu machen.

Wieder zurück vom Abstecher wanderst Du nun den steilen Steig Richtung „Moier-Alm“ hinauf. Nach etwa 80 Höhenmetern stößt Du auf eine Forststraße, der Du rechts hinab Richtung „Rottau Mühlwinkel“ folgst. Nach einer Weile gabeln sich nach einer Linkskurve die Wege: beide führen nach Rottau, Du wählst den linken Weg (eine Gabelung mit einer neuen Forststraße kurz darauf ist noch nicht beschildert: die rechte ist Deine Wahl). Durch einen Graben hindurch, auf der anderen Seite kurz hinauf, erreichst Du eine kleine Asphaltstraße. Links die Asphaltstraße hinauf zu einem Wanderparkplatz. Am Ende des Parkplatzes gabeln sich wieder die Straßen: die rechte, teils betonierte, Straße führt nach Adersberg hinauf. Nach einigen Minuten stößt von rechts eine Forststraße hinzu. Oberhalb der Gabelung (bzw. leicht rechts davon) beginnt ein Wanderweg, der nun nach links immer parallel oberhalb der Straße Richtung Adersberg führt (die letzten Meter zum schön gelegenen Berghotel Adersberg führen wieder auf der Straße).

Links zwischen den Gebäuden hindurch stehst Du vor weiteren Wegweisern: beide Wege führen zur Herrenalm – Du folgst dem linken naturbelasseneren Weg. Er führt leicht ansteigend an Fischteichen vorbei. Bald darauf zweigt rechts ein Wald- und Wiesenweg ab, der hinauf zu einem Sattel mit einem Almweg führt. Du überquerst den Almweg und steigst etwa 5 Minuten über einen schwach angedeuteten Steig bis zur Herrenalm ab. Eine Einkehr in dieser bewirtschafteten Alm lohnt sich in jedem Fall!

Geradeaus an der Alm vorbei (aktuell in dieser Richtung kein Wegweiser) über einen Wiesen- und später Waldweg hinab bis zu einer Kreuzung. Rechts über die Brücke wanderst Du den breiten Wanderweg Richtung „Seiserhof/Seiseralm“. Der Weg führt leicht bergab immer oberhalb der Wolfsschlucht und trifft nach einer Weile auf eine kleine Asphaltstraße. Rechts der Asphaltstraße Richtung „Seiserhof/Seiseralm“ folgend ignorierst Du eine links abzweigende Asphaltstraße und erreichst nach etwa 10 Minuten Dein Etappenziel „Gschwendt“ beim Seiserhof.

Zusatzinfos & Tipps
Schwierigkeitsgrad

T3

Tipps
Alternativ zu einer Übernachtung in Gschwendt kannst Du auch über Vordergschwendt und den Wanderweg Nr. 23 über den „Abendmahlberg“ mitsamt Kreuzweg hinab nach Aschau im Chiemgau wandern, wo zahlreiche Unterkünfte zur Verfügung stehen.

 

Highlights Saumhandel:

Hochmoor Kendlmühlfilzen (47.79926331570608, 12.447706111162686)
Das Kendlmühlfilzen ist das größte zusammenhängende Hochmoor Bayerns. Es beeindruckt mit seiner einzigartigen Moorlandschaft, seltenen Tier- und Pflanzenarten sowie wunderbar zu wandernden Wegen, an denen entlang das Hochmoor und die Geschichte des Torfabbaus erklärt wird (Du wanderst eine Zeitlang auf alten Schienen mitten durchs Moor).

 Museum Salz & Moor (47.785200785705506, 12.426988728835846)
Das direkt am Alpina Antica Trail gelegene Museum Salz & Moor erzählt die Geschichte des Torfabbaus in den Kendlmühlfilzen und die enge Verbindung von Moorlandschaft und Salzhandel in der Region. Historische Maschinen, Modelle und interaktive Ausstellungen geben Einblicke in das frühere Leben und Arbeiten im Moor. Daneben lädt das Museums Café zur Einkehr ein.
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