Aufstieg zum Hirzeneck (1186m) | Rundweg über Elmauer Alm mit Traum Panorama
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Aufstieg zum Hirzeneck:
Vom Parkplatz aus orientieren wir uns zunächst nach Osten in Richtung Schloss Kranzbach. Kurz vor der Auffahrt zweigt links ein Teerweg zwischen zwei Holzstadeln hindurch ab...
Aufstieg zum Hirzeneck:
Vom Parkplatz aus orientieren wir uns zunächst nach Osten in Richtung Schloss Kranzbach. Kurz vor der Auffahrt zweigt links ein Teerweg zwischen zwei Holzstadeln hindurch ab (Wegweiser: „Elmauer Alm“).
Der Weg geht schon bald in einen Forstweg über und bringt uns nach wenigen Minuten zu einer kleinen beschilderten Abzweigung.
Für den direkten Aufstieg zum Hirzeneck wählen wir hier den nach rechts abzweigenden und nicht beschilderten Karrenweg. Der breite Forstweg zur Elmauer Alm wird später unser Rückweg sein.
Nach einer Linkskurve zieht der Weg direkt ordentlich an und die ersten Höhenmeter lassen nicht lange auf sich warten. Wir passieren einen Stadel, schnaufen kurz im Schatten eines kleinen Waldstücks durch und arbeiten uns weiter bergauf. Ein weiterer Stadel bleibt hinter uns zurück und wir wandern in einen Wald hinein.
Schließlich öffnet sich vor uns eine größere Lichtung mit einer kleinen Holzhütte. Hier braucht es etwas Orientierung. Etwa zehn Meter bevor man die Wiese erreicht, ist links im Wald ein schwacher Pfad zu erkennen. Dieser führt leicht nordwestlich über eine kleine Anhöhe zu einem, noch nicht sichtbaren Forstweg.
Alternativ kann man auch kurz auf die Lichtung hinaustreten und sich direkt links halten. Dort verläuft ein verwachsener Karrenweg, der ebenfalls zum Forstweg führt.
Wir folgen dem Weg nach links und erreichen nach rund 30, durchaus schweißtreibenden Minuten, die weitläufige Almwiese des Hirzenecks.
Wichtig ist dabei, die Wiese erst auf Höhe der Holzhütten zu betreten. Davor befindet sich ein kleiner Tierfriedhof mit liebevoll gestalteten Grabsteinen und Kreuzen, den man respektvoll unangetastet lassen sollte.
Die Rast am Hirzeneck lohnt sich trotz der geringen Höhe absolut. Direkt vor uns baut sich die mächtige Wettersteinwand auf, während sich im Osten das Karwendel erhebt. Mit der richtigen Platzierung reicht der Blick sogar bis hinüber zur Zugspitze und zur Alpspitze.
Weiter zur Elmauer Alm über Zotzenberg:
Da es perfekt dafür, machen wir aus der Tour direkt einen kleinen Rundweg.
Zunächst folgen wir dem Forstweg weiter und verlieren dabei erst einmal rund 100 Höhenmeter. Kleinere Holzwege oder unscheinbare Abzweigungen ignorieren wir dabei konsequent. Nach einer Rechtskurve zieht der Weg in einem Linksbogen wieder merklich an.
Nach etwa 25 Minuten erreichen wir eine Schranke.
Genau hier beginnt der optionale Abstecher zum Zotzenberg. Rechts erblicken wir einen inzwischen stark verwachsener Karrenweg. Diesem folgen wir wenige Meter bis zu einem Jägerstand. Auch wenn dieser nicht exakt den höchsten Punkt markiert, haben wir ihn aufgrund des dichten Gestrüpps kurzerhand als Gipfel gelten lassen.
Wer es ganz genau nehmen möchte: Direkt gegenüber des Hochsitzes erkennt man in Blickrichtung eine kleine bewaldete Anhöhe. Dort liegt der eigentliche Zotzenberg versteckt.
Zurück am Forstweg wandern wir weiter, halten uns an der nächsten größeren Kreuzung links und erreichen wenige Minuten später, nach einer S-Kurve, bereits die nächste Kreuzung. Der Wegweiser steht diesmal etwas versteckt rechts am Wegesrand.
Erneut folgen wir der Beschilderung nach links Richtung „Elmauer Alm; Kranzbach; Klais“. Nach einer weiteren Schranke zieht der Weg in eine sanfte Linkskurve hinein.
Kurz darauf zweigt rechts ein kleiner Weg ab. Zwischen den Bäumen blitzt dort eine Sitzgruppe mit Tisch hervor. Genau hier lohnt sich eine weitere Pause, denn das Panorama gehört definitiv zu den schönsten der gesamten Tour.
Wenig später führt uns der Forstweg an einem Sendemast vorbei hinunter zur meist gut besuchten Elmauer Alm.
Abstieg:
Da wir bereits genug pausiert haben, passieren wir die Alm an ihrer linken Seite und folgen dem Schotterweg Richtung „Klais; Elmau; Kranzbach“ bis zum Waldrand.
Dort geht es einige Stufen hinab, über eine Almwiese hinweg und schließlich zu einer Kreuzung. Hier biegen wir scharf links ab (Wegweiser: „Klais; Kranzbach“).
Wichtig zu wissen: Hier führen tatsächlich zwei Wege nach links. Der obere ist der richtige und bringt uns direkt weiter.
Der untere verläuft zwar parallel, beschert uns aber einen eher unnötigen Gegenanstieg.
Dort, wo beide Wege wieder zusammenlaufen, folgen wir weiter der Beschilderung Richtung Kranzbach.
Der breite Forstweg führt uns nun gemütlich aus dem Wald hinaus. Durch schöne Almwiesen und vorbei an einem ausgewiesenen Kreuzottergebiet wandern wir schließlich zurück zur bekannten Kreuzung vom Beginn der Tour und anschließend weiter zum Parkplatz.

Elmauer Alm
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Normale Wanderausrüstung
Keine besonderen Sicherheitshinweise
Navi Adresse: In Kranzbach 1, 82493 Krün
Von der Autobahn München - Garmisch kommend, weiter auf der B2 Richtung Mittenwald fahren. In Klais rechts die Bahngleise überqueren und gleich wieder in die Bahnhofsstraße abbiegen. Nach dem Gasthof zur Post links abbiegen und dem Straßenverlauf bis zum Schloss Kranzbach folgen. Gleich nach der Einfahrt zu der Anlage befindet sich rechts ein Parkplatz.
Der Bahnhof Klais liegt an der Bahnstrecke München-Garmisch-Innsbruck. Stündlich verkehren Züge. Vom Bahnhof bis zum Hotel Kranzbach muss man etwa 45 Minuten zusätzlich einplanen (3 Kilometer).
- Parkplatz bei Schloss Kranzbach
- Kostenpflichtige Mautstraße (5€ / Tag; Stand 2026)
Schloss Kranzbach:
Das markante Schloss Kranzbach wurde ursprünglich Anfang des 20. Jahrhunderts von der englischen Adeligen Mary Portman erbaut. Die Architektur orientiert sich bewusst an englischen Landsitzen und hebt sich dadurch deutlich von den klassischen Alpenbauten der Region ab. Heute befindet sich dort ein bekanntes Luxushotel.
Namensherkunft „Hirzeneck“:
Der Name dürfte sich vom alpenländischen Begriff „Hirzen“ beziehungsweise „Hirsch“ ableiten. Solche Bezeichnungen finden sich häufiger in ehemaligen Wild- und Jagdgebieten. Das „Eck“ beschreibt einen vorspringenden Geländerücken oder Berghang. Sinngemäß könnte man den Namen also als „Geländeecke der Hirsche“ verstehen.
Namensherkunft „Zotzenberg“:
Die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig belegt. Der Begriff „Zotzen“ wurde regional früher teilweise für struppiges, unwegsames oder bewaldetes Gelände verwendet. Das würde durchaus gut zum eher versteckten und verwachsenen Charakter des kleinen Gipfels passen.
Elmauer Alm:
Die Elmauer Alm liegt landschaftlich schön zwischen Wetterstein und Karwendel und zählt zu den klassischen Almzielen rund um Klais und Elmau. Durch die leichte Erreichbarkeit ist sie entsprechend beliebt, besonders an Wochenenden.
Kreuzottergebiet:
Im Bereich der Almwiesen unterhalb der Elmauer Alm befinden sich ausgewiesene Lebensräume der Kreuzotter. Die einzige heimische Giftschlange Deutschlands liebt sonnige Waldränder und lichte Wiesenbereiche. Begegnungen sind selten problematisch, da die Tiere meist frühzeitig flüchten. Trotzdem sollte man auf den Wegen bleiben und besonders mit Hund aufmerksam unterwegs sein.
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